Die Ablehnung der Brüsseler Gipfelbeschlüsse durch Premier Cameron wird in der britischen Presse heftig kommentiert In einer Umfrage für die „Mail on Sunday“ stellten sich 62 Prozent der Befragten hinter Camerons Entscheidung, nur 19 Prozent lehnten sie ab. 66 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, in einem Referendum über die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur EU abzustimmen, ebensoviele wollen, dass London sein Verhältnis zu Brüssel neu verhandelt. 48 Prozent sprachen sich für einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union aus, nur 33 Prozent wollten in der EU bleiben.
48 Prozent der befragten Briten glauben, dass die EU an der Krise zerbricht. 65 Prozent erwarten ein Ende des Euro. Nur 19 Prozent der Briten glauben, dass die Gemeinschaftswährung überlebt. Großbritannien hatte sich beim EU-Gipfel in Brüssel geweigert, sich an einem zwischenstaatlichen Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin zu beteiligen. Dadurch war eine angestrebte Vertragsveränderung mit allen 27 EU-Staaten gescheitert. Die 17 Euro-Länder schmiedeten daraufhin allein einen Haushaltspakt. Alle anderen Nicht-Euro-Länder signalisierten aber, dass sie sich nach Absprache mit ihren nationalen Parlamenten an einem neuen Vertrag beteiligen könnten.
Wie der „Independent on Sunday“ am Sonntag berichtete, war Vize-Premierminister Nick Clegg entsetzt über Camerons Weigerung, EU-Vertragsveränderungen zur Beilegung der Schuldenkrise zuzustimmen. Als der Chef der Liberaldemokraten davon erfahren habe, habe er es zunächst „nicht glauben können“, zitierte die Zeitung aus seinem Umfeld. Er befürchte, dass Großbritannien innerhalb der EU „isoliert“ werde.
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Camerons Veto beim Euro-Gipfel: Fast die Hälfte der Briten für EU-Austritt - FOCUS Online
Sonntag, 11. Dezember 20110 Kommentare
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